Immer mit der Ruhe wenn Ihr Baby nicht zur Ruhe kommt

2 Kinderkliniken, 2 Oma´s, 3 Hebammen, 4 Kinderärzte und unzählige Tipps von selbsternannten Babyprofis im Freundeskreis runden die vergebliche Suche in Foren ab wenn es um das Beruhigen des Sprössling geht. Und doch hilft alles nichts.

Auch wenn Sie am Anfang verzweifeln werden, mit der Zeit werden Sie das Weinen wirklich gut deuten können, denn auch die Kleinsten von uns bringen Ihre Bedürfnisse unterschiedlich zum Vorschein.

Sind die drei Wichtigsten Punkte wie Windel, Hunger und Schmerzen ausgeschlossen, schreit Ihr Baby mit hoher Wahrscheinlichkeit aus Müdigkeit. Im jungen Alter haben Säuglinge oft Schwierigkeiten sich selber zu beruhigen. Im Fachjargon heißt dies: Regulationsstörung. Besonders häufig tritt dies in den frühen Abendstunden auf. Ausnahmen sind jedoch wie immer die Regel.

                                                                                                 

Früher nahm man an, dass die berühmten Koliken daran Schuld wären. Nach neuesten Erkenntnissen weiß man jedoch, dass die Luft im Bauch vorwiegend während des Schreien zustande kommt. Von daher sind entblähende Maßnahmen nicht wirksam. Viel mehr ist hier die Geduld und die Ruhe der Eltern der Schlüssel zum Erfolg. 

Führen Sie feste Rituale ein an die sich Ihr Kind erinnert:

  • Eine Bauch- oder Rückenmassage kann Wunder bewirken
  • Es kann der Fliegergriff sein der den Kreis unterbricht
  • Ziehen Sie die Windel aus damit Ihr Kind sich frei bewegen kann
  • Stellen Sie sicher das keine Unangenehmen Druckstellen der Kleidung, z.B. in Form der Knopfverschlüsse das Wohlbefinden stören
  • Packen Sie Ihr Kind in ein Pucktuch. Dies reduziert den zum Teil starken Moro-Reflex.
  • Dunkeln Sie den Raum ab und schalten Sie alle Störquellen wie Fernseher oder Radio aus um die Umwelteinflüsse zu reduzieren.

Geben Sie allerdings nicht zu schnell auf. Kleinkinder benötigen länger um Informationen zu verarbeiten. Eine Regel gibt es hier allerdings nicht, da jedes Kind ein Wunder ist und von Geburt an mit einem einzigartigen Charakter zur Welt kommt. Nehmen Sie sich Zeit und bleiben Sie ruhig. Ihr Kind wird Ihnen danken!

Geben Sie Ihr Baby in sichere Hände

Alle Tipps und Tricks helfen nicht. Das Kind wird rot, schwitzt jeden Body voll und die Tränen nehmen kein Ende.

Ein Schrei Anfall jagt den nächsten und übertrifft womöglich den vorherigen und Sie mittendrin. Dies kann auf Dauer zur Geduldsprobe werden und bringt die stärksten Eltern zum Verzweifeln. 

Jetzt müssen Sie über Ihren eigenen Schatten springen und sich Hilfe zur Seite holen. Lassen Sie die Oma über das Wochenende vorbei kommen und legen Sie Ihr Kind in behutsame Hände. Auch gute Freunde und Geschwister dürfen ruhig anpacken. Auch wenn Sie das Gefühl haben nur Sie können ihr Kind beruhigen ist es eine Überlegung wert andere Wege einzuschlagen. Lassen Sie Ihr Kleines in ruhigen Momenten doch einmal auf Oma´s Armen verweilen. Dies ist ein mühsamer Prozess der Anfangs viel Kraft erfordert. Jedoch werden Sie die Früchte Ihrer Arbeit mit Freude ernten, wenn Sie sich nach einigen harten Tagen ausruhen können und mit gutem Gewissen Ihr Kind abgeben können.

Der Kampf mit dem Bäuchlein

Die berühmten 3 Monats Koliken dürften jedem frisch gebackenen Elternteil ein Begriff sein, der einem die Nackenhaare aufstellen lässt. Und dies zurecht!

Baby´s kämpfen in den ersten Monaten oft mit Blähungen, da Ihr Verdauungstrakt noch nicht vollständig ausgereift ist und sich erst im Laufe der Zeit an oral aufgenommene Nahrung gewöhnt. Dies ist für Sie, aber besonders für Ihr Kind eine unangenehme Angelegenheit. Es zwickt, es drückt und zieht im Bereich des Bauches und man fühlt sich einfach hilflos. Da hilft es nur für Ihr Kleines da zu sein und mit Bewegung und Wärme für Linderung der Schmerzen zu sorgen.

  • Durch liebevolle Berührungen fühlt sich Ihr Baby geborgen und weiß dass es nicht alleine ist
  • Schaukeln Sie Ihr Baby um das Gefühl der Schwerelosigkeit im Bauch der Mutter zu imitieren
  • Halten Sie Ihr Kind Bauch an Bauch und atmen Sie tief ein und aus. Das regelmäßige auf und ab sowie die Körperwärme wirken Wunder
  • Alternativ können Sie auch eine Wärmeflasche benutzen. Achten Sie besonders auf den dichten Verschluss und die Temperatur um Verletzungen zu vermeiden! Auch direkter Hautkontakt ist zu vermeiden! Ein Baumwollbezug für das Wärmekissen und 2 Schichten Kleidung am Kind sind zu empfehlen!
  • Bewegen Sie vorsichtig die Beinchen auf und ab, von links nach rechts
  • Bringen Sie Ihr Kind in andere Positionen. Ihr Kleines wird Ihnen zu erkennen geben was ihm im Moment hilft.

Babys haben ein natürliches Saugbedürfnis was gestillt werden will. Falls der Schnuller keine Option für dich ist, empfiehlt sich der kleine Finger der für Beruhigung sorgen kann. Achte jedoch darauf dass dein Finger sauber und mit der weichen Unterseite nach oben gerichtet ist um den Gaumen deines Babys nicht zu verletzen. 

Oft erweist es sich jedoch schwer den Schnuller ohne Hilfe im Mund des Kindes zu halten. Dieser landet oft auf dem Boden und sollte somit nicht mehr verwendet werden bzw. mit abgekochtem Wasser gereinigt werden um Verunreinigungen zu entfernen. Abhilfe schafft eine Schnullerkette von Mami Shark.